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Jahreshauptversammlung der HKKNOS 2009


Trotz schönstem Wetter und den am Sonntag stattgefundenen Bundestagswahlen, fand sich zu der am 26. und 27. September 2009 in Northeim durchgeführten Jahreshauptversammlung der Historischen Kommission für den Kreis Neustadt/OS e.V. eine überdurchschnittlich hohe Zahl von Teilnehmern ein.
Nach dem Eintreffen der Mitglieder in der Neustädter Heimatstube, wurde die offizielle Eröffnung der Jahreshauptversammlung in den genügend Platz bietenden, urigen Kellerraum der benachbarten Klosterschenke verlegt. Hier wurden neue Mitglieder begrüßt und Regularien abgearbeitet. Das waren u. a. der Bericht des Ersten Vorsitzenden Prof. Dr. Ralph Wrobel, der Bericht des Zweiten Vorsitzenden und Webmasters Andreas Smarzly, der Bericht des Schatzmeisters Werner Matulla und der Bericht des Neustadt-Beauftragten Jan Dolny. Der Bericht der Sprechers der Oberglogauer Günter Hauptstock musste dieses Jahr entfallen, da Herr Hauptstock sich auf Reise nach Oberglogau befand, wo am 02. Oktober die polnische Übersetzung seiner dreibändigen Reihe „Beträge zur Geschichte der Stadt Oberglogau“, unter dem Titel „Z dziejów Glogówka“ erscheinen sollte.
Der Erste Vorsitzende Wrobel und der Schatzmeister Matulla berichteten gemeinsam über die überaus positive Bilanz der diesjährigen, vom 25. Juli bis 02. August durchgeführten 9. Studienfahrt unter dem Motto „Oberschlesien: Land der Schlösser“. Während Herr Wrobel die professionelle Organisation unseres Reiseleiters Vorort, des ehemaligen Bürgermeisters von Walzen und HKKNOS-Mitglieds Peter Mitschka, sowie das unter den Teilnehmern großes Interesse gefundene Programm hervorhob, konnte Herr Matulla auf den erfreulichen finanziellen Überschuss verweisen, der vor allem aus der hohen Zahl der Teilnehmer an der Studienfahrt resultiert.
Unter dem TOP „Neue Publikationen, Publikationsprojekte“ wurde das 5. Werk der HKKNOS aus der Landeskundlichen Schriftenreihe, Paul Dittrichs Buch „Die Pfarrei St. Jacobus in Leuber / Kreis Neustadt/OS“ vorgestellt. Das Buch, welches bei Paul Dittrich (Stobenstraße 15, 31180 Emmerke, Tel.: 05121/62425, E-Mail Adresse: Dittrich.Paul@gmx.de für 19,90 € bestellt werden kann, ist im Sommer dieses Jahres erschienen und erfreut sich in Deutschland und in Polen einer großen Nachfrage.
Weiterhin berichtete der Zweite Vorsitzende Smarzly über die Arbeiten der HKKNOS an der Veröffentlichung des Buches der in Schlesien einem breiten Publikum bekannten Autorin Frau Anna Myszynska „Oberschlesische Erzählungen“. Das von Frau Myszynska, die ebenfalls ein Mitglied der HKKNOS ist, vor zehn Jahren in Oberschlesien im slawisch-schlesischen Poslonsku-Dialekt herausgegebene und inzwischen restlos ausverkaufte Buch, wurde in die deutsche Sprache übersetzt und wird 2010 durch die HKKNOS zweisprachig (deutsch / poslonsku), neu herausgegeben und sowohl in Polen als auch in Deutschland zum Verkauf angeboten. Ein Großteil des Druckes ist bereits für Subskribenten reserviert.
Herbert Schindler und Jan Dolny berichteten über ihr Vorhaben, die in Manuskriptform vorliegenden Tagebücher des letzten deutschen Pfarrers von Neustadt/OS aus den ersten Nachkriegsjahren im polnischgewordenen Neustadt, die Herbert Schindler kürzlich wiederentdeckte, mit Informationen zum geschichtlichen Hintergrund, als Quellenpublikation der HKKNOS in deutscher und polnischer Sprache herauszugeben.

Nach dem Mittagessen in der Klosterschenke wurde die Versammlung in einen Konferenzsaal der Jugendherberge Northeim verlegt.
Hier hielt zunächst Paul Dittrich seinen Vortrag „Ortsfamilienbücher – eine genealogische und regionalhistorische Quellensammlung“. Er berichtete über sein neues Projekt, ein Ortsfamilienbuch für Leuber zu erstellen. Dabei präsentierte er Ortsfamilienbücher aus seinem Wohnort in der Gemeinde Emmerke, die er sich zum Vorbild genommen hatte und stellte Quellen vor, die für ein, ein oberschlesisches Dorf betreffendes Werk, in Betracht kommen.
Eine beeindruckende Ergänzung der ursprünglich geplanten Tagesordnung stellte der Vortrag von Frau mgr. Aleksandra Wojnar-Starczewska, Leiterin der Abteilung I. (Erfassung der Bestände bis 1945) beim Staatsarchiv Oppeln, zum Thema „Die ältesten Siegel der Dorfgemeinden im Kreis Neustadt/OS aufgrund der Karolinischen Kataster", dar. Mit der Annahme der kurzfristigen Einladung der HKKNOS zur Jahreshauptversammlung, dokumentierte Frau Wojnar-Starczewska anschaulich die hervorragende Zusammenarbeit des Staatsarchivs Oppeln mit der HKKNOS, und mit ihrem interessanten Vortrag bereicherte sie eindrucksvoll die Tagung. Im Anschluss an den in polnischer Sprache gehaltenen Vortrag, den Herr Smarzly in die deutsche Sprache übersetzte, folgte eine angeregte und konstruktive Diskussion der Teilnehmer über den Inhalt des Vortrags, Interpretationen der in den Siegeln verwendeten Symbole oder Deutung einiger noch nicht näher bestimmter Zeichen in den verwendeten Siegelabdrücken. Das Thema offenbarte übrigens ein weiteres Forschungsfeld innerhalb des derzeitigen Hauptprojekts der HKKNOS, der Entzifferung und Publizierung der Karolinischen Katatster. Frau Wojnar-Starczewska berichtete ebenfalls über die Arbeit und die, die HKKNOS besonders interessierenden, neuen Bestände im Staatsarchiv Oppeln, die von ihren Mitarbeitern derzeit erfasst und inventarisiert werden.

Am Sonntag berichtete Prof. Dr. Ralph Wrobel zunächst über die Ergebnisse der Archivtour in die schlesischen Archive im März 2009, an der die HKKNOS-Mitglieder Dr. Gunther Clausen, Paul Dittrich, Stefan Guzy, Günter Hauptstock, Dr. Joachim Himanek, Johannes Preisner, Andreas Smarzly und Prof. Dr. Ralph Wrobel teilgenommen haben (siehe auch Bericht im Historischer Rundbrief1/2009. Zudem benachrichtigte Herr Wrobel die Mitglieder über einen besonderen Aktenfund im Klosterarchiv Lublin, wo große Bestände an Dokumenten vorhanden sind, die das Kloster Wiese-Pauliner in Mochau und die dem Kloster einst unterstehenden Dörfer im Kreis Neustadt betreffen. Teile der, in altdeutscher, lateinischer, polnischer und tschechischer Sprache verfassten Dokumente ist Herr Dr. Gunther Clausen bereits am entziffern.
Im letzten und umfangreichsten Tagesordnungspunkt widmeten sich die Teilnehmer dem Projekt der Transkription und Publizierung der „Karolinischen Kataster 1723-25“. Herr Dipl.-Des. Stefan Guzy verdeutlichte nach mal ausführlich die Editionsrichtlinien, nach denen die Publikation der Karolinischen Kataster erfolgen soll. Es wurden auch feste Termine vereinbart, bis wann die letzten fünf noch ausstehenden Dörfer aus den Bänden des Kreises Oberglogau transkribiert werden sollen und bis wann die Rohfassung des Buches feststehen soll. Eine Veröffentlichung des ersten Buches mit Katastern des alten Kreises Oberglogau wurde für Anfang des Jahres 2011 anvisiert. Danach sollen in einem weiteren Band die Kataster der alten Kreise Zülz und Neustadt veröffentlicht werden. Eine Gruppe um Dr. Joachim Himanek hat die Arbeit an der Transkription der Zülzer Kataster bereits aufgenommen.

Die nächste Jahreshauptversammlung der HKKNOS findet am 18. und 19. September 2010 in Northeim statt.

Andreas M. Smarzly.



Günter Hauptstock stellt sein neues Buch vor




Am 02. Oktober 2009 veröffentlichte Günter Hauptstock die polnische Übersetzung seiner dreibändigen Reihe „Beträge zur Geschichte der Stadt Oberglogau“, unter dem Titel „Z dziejów Glogówka“.



Historischer Rundbrief 1/2009


Anbei der Historische Rundbrief 1/2009 (Sommer/Herbst 2009) der HKKNOS:
Historischer Rundbrief1/2009 (Link zur PdF-Datei)

Der Historische Rundbrief beinhaltet u.a.:

  • Einladung und Programm zur Jahreshauptversammlung am 26/27.09.2009 in Northeim
  • Neuerscheinung des 5. Bandes der Landeskundlichen Schriftenreihe: Paul Dittrich, Die Pfarrei St. Jakobus in Leuber, Kreis Neustadt/OS
  • Bericht der Jahreshauptversammlung der HKKNOS vom 01/02.11.2008
  • Bericht über die Forschungsfahrt der HKKNOS in die Staatsarchive nach Oppeln und Breslau am 15-21.03.2009



28. Oberglogauer Heimattreffen in der Patenstadt Fulda am 30. bis 31. Mai 2009





Heimattreffen der Oberglogauer in Fulda Pfingsten 2009.
Fotos: www.fotoalbum.eu./Fulda2009

“In den ersten Nachkriegsjahren, so unmittelbar nach der Vertreibung vieler Deutscher, ist vielerorts eine besondere Freundschaft entstanden. Eine dieser beeindruckenden und besonderen Verbindungen stellt die Patenschaft zwischen Fulda und Oberglogau dar. Besonders das Heimattreffen der Oberglogauer hält die Erinnerung der Oberglogauerinnen und Oberglogauer an die alte Heimat wach. Unserer Stadt ist stolz und froh, Gastgeber dieses Treffens sein zu können.

In der heutigen, schnelllebigen Zeit, ist es besonders wichtig, dass man die eigenen Wurzeln kennt. Die Wurzeln des Menschen prägen dessen späteres Handeln. Wir sind daher froh, dass Sie dieses Wissen und die Wurzeln der jüngeren Generation vermitteln und aufzeigen, wie das Leben in Oberglogau war und heute ist.

Durch die Überwindung des “Eisernen Vorhangs” ist es heute möglich, Oberglogau, Polen und alle Länder zu besuchen. Diese Besuche bilden eine noch engere Verbundenheit der Menschen.. Die Verbundenheit zu Fulda, Ihre Liebe zur alten Heimat und das Christliche Selbstbewusstsein bilden einen unschätzbaren Wert der Freundschaft“

Das sind Worte entnommen der Einladung unserer Patenstadt Fulda zum Treffen. Sie geben den Inhalt und Verlauf des Treffens wieder.

Mit der Eröffnung der Fotoausstellung “Oberglogau in alten und neuen Bildern” begann das Treffen
im Foyer der Orangerie vor dem großen Festsaal. Auf 50 Fotos wurde Oberglogau der vergangenen Zeit präsentiert - Ansichten der Ringhäuser mit den barocken Giebeln, das Rathaus mit den Sebastini
Gemälden und Kaschnen, das Gemeindehaus in der Fischergasse als es noch Gefängniss war und vieles mehr was aus dem Bild der Stadt verschwunden ist. Parallel zur Ausstellung wurden weitere Bilder der Stadt an der Leinwand projiziert. Es fehlte auch diesmal nicht die Bücherecke der HKKNOS.

Den Begegnungsabend eröffnete im Namen des Magistrat der Stadt Fulda der stadtverodnete Reinhold Schäfer. Mit herzlichen Worten begrüßte er die Anwesenden und besonders die aus Oberglogau angereisten Gäste Herrn Bürgermeister Andrzej Kalamarz mit Gattin, Herr Pfarrer Richard Kinder, Ratsherrn Ernst Nowak und den Vorsitzenden der Deutschen Minderheit Leo Konczalla. Herr Schäfer, wie auch die anderen Redner betonten, dass auch dieses Treffen einen Beitrag zur Verständigung der Völker im vereinten Europa leistet.

Der Sprecher der Oberglogauer Günter Hauptstock bedankte sich bei der Stadt Fulda für die Einladung.
Er erinnerte daran, dass das “Oberglogauer Völkchen” nicht erst nach dem Fall des “Eisernen Vorhangs” in die alte Heimat reiste und somit die Verbindung zur Oberglogau aufrecht hielten. Auch die erschwerten Reisebedingungen (Visaanträge, Geldumtausch, Meldung bei der Polizei usw.) schreckten sie nicht von den damals manchmal “abenteuerliche” Reisen ab. Erfreut war Hauptstock über die jüngeren Besucher, deren Zahl wieder steigend ist.

In polnischer Sprache dankte Bürgermeister Kalamarz (die Übersetzung übernahm Herr Konczalla) für die Einladung und überbrachte Grüße an die Stadt Fulda und die Oberglogauer. Den Vertretern der Stadt Fulda wie auch den Organisatoren des Treffens überreichte er kleine Geschenke aus Oberglogau. Zuvor hat Herr Kalamarz zum Treffen (Fronleichnam) im nächsten Jahr in Oberglogau eingeladen.

Mit kräftigen Tönen spielte dann das „Königreich Echo“ zum Tanz auf. Für die Jüngeren in einer „angemessenen“ Lautstärke, für die Älteren ein paar Dezibel zu stark, obwohl die Tanzfläche seit langem nicht mehr so gefüllt war wie diesmal. Und da zeigten auch die Älteren „was sie noch drauf haben“. Spät wurde es und auch auf den Weg in die Hotels wurden die Gespräche weiter geführt.

Bischof Heinz Algemissen feierte am Sonntag im Fuldaer Dom ein lateinisches Pontifikalamt, bei den er uns Oberglogauer begrüßte. Pfarrer Kinder hat wieder als Konzelebrant mitgewirkt. Mit etwas Stolz sagte er „ich war der einzige Pfarrer unter 11 Bischöfen“. Der Domchor und der Jugendkathedralchor unter der Leitung von Domkapellenmeister F. Huber sang Chorsätze aus der „Messe en Mi“ von L. de Saint- Martin. An der Domorgel spielte Domorganist Prof. Hans Jürgen Kaiser und an der Chororgel Denny Wilke. Ein musikalisches Erlebnis besonderer Art.

Nach dem Hochamt fand am Domplatz beim Ehrenmal die traditionelle Gedenkminute und Kranzniederlegung im Gedenken an die verstorbenen Oberglogauer. Die Ansprache hielt Stadtrat Wolfgnag Arnold. Unter den Versammelten war der Fuldaer Bundestag Abgeordnete Michael Brand, der reges Interesse an der Patenschaft und der Stadt Oberglogau zeigte.

Der letzte Punkt der Programms waren am Nachmittag Lichtbildervorträge von Prof. Dr. Ralph Wrobel über seine Forschungen zur Gündung der Stadt Oberglogau und von Günter Hauptstock über die 400-jährige
Geschichte des Oberglogauer Rathauses.

Es waren wieder einige schöne Stunden des Wiedersehens und Erinnerungen.
Allen, die aus Gesundheits-, Alters- oder sonstigen Gründen nicht dabei sein konnten übersenden wir unsere herzlichen Grüße.
Fotos von dem Treffen sind unter www.fotoalbum.eu./Fulda2009 zu sehen.

Ein frohes Wiedersehen im nächsten Jahr zu Fronleichnam in Oberglogau und in zwei Jahren zu Pfingsten wieder in Fulda.
(gh)



Mitglieder der HKKNOS in Neustadt OS - "Trotz Kälte- es war uns warm ums Herz"


Herbert Schindler, Jan Dolny und Werner Matulla erzählen polnischen Neustädtern über die Geschichte der gemeinsamen Heimatstadt (Foto: Jan Dolny)

Einen nostalgischen, zugleich aber auch sehr interessanten Spaziergang durch Neustadt O/S - unternahmen am 21. November 2008 zahlreiche Bürger der Stadt in Begleitung deutscher, aus Neustadt stammender Gäste, Mitglieder der Historischen Kommission für den Kreis Neustadt O/S. Anlässlich der Eröffnung der Ausstellung “Prudnik na dawnej fotografii „ (Neustadt auf alten Bildern) mit Photos von Herbert Schindler im Neustädter Museum, begaben sich Herbert Schindler, Werner Matulla und Jan Dolny auf einen nostalgischen Spaziergang durch die Strassen unserer schönen Stadt Neustadt (poln. Prudnik). Den Erklärungen und Anekdoten Herbert Schindlers, die von Jan Dolny ins Polnische übersetzt wurden, lauschten vor allem sehr viele Schüler der Neustädter Schulen aufmerksam zu. Auf viele Fragen die das Neustadt vor dem Krieg betrafen, konnten die Mitglieder der Historischen Kommission den wissbegierigen Teilnehmern eine Auskunft geben. Die Leiterin des Museums, Frau Urszula Rzepiela eröffnete am Abend die sehr gut besuchte Ausstellung und Jan Dolny stellte den heutigen Neustädtern Herrn Herbert Schindler vor. Dieser stand dann den Gästen für viele Nachfragen zur Verfügung, die er mit Unterstützung von Marcin Domino, dem perfekt deutsch sprechendem Mitarbeiter des Museums, mit sehr viel Humor und Erinnerungswissen beantworten konnte. Im Namen der Historischen Kommission dankte Werner Matulla für die freundliche Aufnahme und regte eine noch engere Zusammenarbeit zwischen den deutschen und den polnischen Neustädtern an.



Jahreshauptversammlung der HKKNOS am 01./02. November 2008


Tagung der HKKNOS am 01/02.11.2008 in Northeim (Fotos: Andreas M. Smarzly / Jan Dolny)

Bei der am 01. und 02. November 2008 durchgeführten Mitgliederversammlung konnte der Vorsitzende der HKKNOS, Prof. Dr. Ralph Michael Wrobel, nach der Begrüßung der angereisten Teilnehmer, zunächst über die mittlerweile auf über 60 Personen gestiegene Mitgliederzahl der HKKNOS berichten. Bei der Gelegenheit wurde dem kürzlich beigetretenen (derzeit zweitjüngstem Mitglied der HKKNOS) Viktor Pordzik zu seinem Tags zuvor begangenen 18-Geburtstag gratuliert. Erfreulicherweise kann damit festgehalten werden, dass die HKKNOS, entgegen dem Trend bei vielen anderen Schlesien bzw. die ehemaligen deutschen Ostgebiete betreffenden Organisationen/Vereinen, kontinuierlich durch Reihen neuer, junger und engagierter Mitglieder verstärkt wird.
Aus den behandelten Regularien besonders berichtenswert ist die solide finanzielle Situation der Kommission, die nach der Kassenprüfung und Entlastung unseres sehr gewissenhaft arbeitenden Schatzmeisters Werner Matulla wieder mal festgestellt wurde, die erfolgreiche Durchführung der Studienreisen oder das stetige Interesse an der Internetseite www.hkknos.de. Ebenfalls besonders zu erwähnen ist die intensive Zusammenarbeit mit den Städten bzw. den Stadtvertretungen von Neustadt/OS und Oberglogau, hier insbesondere durch den engagierten Einsatz unseres Neustadt-Beauftragten Jan Dolny und des Sprechers der Oberglogauer Günter Hauptstock. In diesem Zusammenhang sei angemerkt, dass um Dr. Joachim Himanek und Dr. Michael Hortsch nun ein aktiver Kreis von Forschern innerhalb der HKKNOS entstanden ist, der sich verstärkt um die Erforschung der bisher etwas unterrepräsentieren Zülzer Region einbringt.
Aus der Vielzahl der behandelten Themen hervorgehoben sei die baldige Veröffentlichung des 5. Bandes der Landeskundlichen Schriftenreihe „Kirchengeschichte von Leuber“ von Paul Dittrich, die Planung der bevorstehenden Forschungsfahrt in die Archive nach Oppeln und Breslau und die Programmplanung der Studienfahrt 2009. Leider musste die in den Vorplanungen schon fortgeschrittene Digitalisierung der „Neustädter Heimatbriefe“, aufgrund gesundheitlicher Probleme der für dieses Projekt beauftragten Kollegin, auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Die Historische Kommission wünscht der Kollegin eine baldige Genesung!
Der erste Tag der Mitgliederversammlung wurde nachmittags durch zwei Vorträge bereichert. In seinem Vortrag „Das Geschlecht Lassota von Steblau im Oberglogauer Land und dessen politische Wirkung in Oberschlesien und auf der internationalen Bühne“ berichtete Andreas Smarzly über den Kanzler des Doppelfürstentums Oppeln-Ratibor Nikolaus Lassota von Steblau auf Blaschewitz und seinen Neffen, den kaiserlichen Gesandten und oberungarischen Mustermeister Erich Lassota von Steblau, sowie die Verbindungen dieser einflussreichen Familie zum Kreis Neustadt/OS. Danach referierte Prof. Dr. Ralph Michael Wrobel zum Thema „Die Madonna im Spiegel: Legenden und Tatsachen zu den Marienbildern von Tschenstochau und Pauliner-Wiese“. Hierbei ging Prof. Dr. Wrobel insbesondere auf die tatsächliche Quellenlage zu den Marienbildern in Tschenstochau, Pauliner-Wiese und auch Deutsch Piekar ein und die Diskrepanz dieser zu den überlieferten Sagen und Legenden.
In einer gemütlichen Runde wurden am Abend durch Herrn Herbert Schindler Farbfotos/Dias von Neustadt/OS und der engeren Umgebung präsentiert, die er zum Anfang der 1940er Jahre selbst aufgenommenen hatte. Danach ließ Herr Jan Dolny vor allem die älteren Mitglieder, sich an Sprachaufnahmen der leider im Aussterben begriffenen mundartlicher Art der Neustädter Region (Gebirgsschlesisch) erfreuen.
Der zweite Tag der Versammlung wurde ganz dem derzeitigen Primärprojekt der HKKNOS, der Transkription und Publizierung der „Karolinischen Kataster 1723-25“, gewidmet. Zuerst referierte Herr Dipl.-Des. Stefan Guzy über „Die Geschichte des Karolinischen Katasters – ein Überblick“, wonach im Workshop „Editionsrichtlinien für das Karolinischen Kataster“ intensiv, angeregt und vor allem ergebnisorientiert über das weitere Vorgehen bei der Publizierung des Projektes diskutiert wurde. Neben der Festlegung der weiteren Editionsrichtlinien, wurde auf Anregung von Herrn Guzy der Beschluss gefasst, dass die erarbeiteten Editionsrichtlinien und die geplante Publizierung der Kataster durch die HKKNOS, den Teil einer größeren Publikationsreihe zu den Karolinischen Katastern bilden sollen, wobei die Publizierung der Bände des Oberglogauer Kreises am Anfang dieser Reihe stehen soll. Diesen Bänden sollen die Kataster der Stadt Neustadt/OS, der Zülzer Region, der Herrschaft Loslau, des Kreises Groß Strehlitz, des Kreises Gleiwitz und des Kreises Oderberg folgen, die dann auf den, durch die HKKNOS erarbeiteten Richtlinien aufbauen können. Für die Bearbeitung und Publizierung der weiteren Bände der Karolinischen Kataster sieht Herr Guzy, der als Leiter der Forschungsgruppe Rybnik/Pleß bei der AGoFF (Arbeitsgemeinschaft ostdeutscher Familienforscher e.V.) bereits praktische Erfahrungen bei der Transkription der Loslauer Kataster gewonnen hat, gute Chancen, sowohl bei der Gewinnung von interessierten Mitarbeitern als auch von finanzieller Unterstützung. Inzwischen wird die zeitaufwendige Transkription der noch nicht bearbeiteten Dörfer aus den Oberglogauer Bänden fortgesetzt.
Die nächste Jahreshauptversammlung der HKKNOS findet am 26. und 27. September 2009 in Northeim statt.
(Text: Andreas M. Smarzly)



Oberglogauer Heimattreffen in Oberglogau 2008


Alexander Devosges-Cuber, Günter Hauptstock, Prof. Dr. Ralph M. Wrobel und Johannes Preisner

In den Tagen vom 22. bis 25. Mai 2008 wurde in Oberglogau das „OBERGLOGAUER HEIMATTREFFEN“ durchgeführt, das größtes Interesse unter den Bewohnern der Stadt und der umliegender Region fand, an dem aber auch zahlreich ehemalige Bewohner von Oberglogau und des Oberglogauer Landes teil nahmen, die zu der Veranstaltung zumeist aus Deutschland nach Schlesien eingereist sind.
Zu der, vor allem auf Initiative des Oberglogauer Ratsmitglieds Joachim Janik und des Pfarrers Richard Kinder, organisierten Veranstaltung, reisten aus Deutschland neben dem Apostolischen Protonotar Prälat Dr. Lucian Lamza und dem Partnerschaftsbeauftragten der Stadt Fulda, Herrn Manfred Ulrich mit Gattin, auch Vertreter der HKKNOS; Herr Prof. Dr. Ralph M. Wrobel, Herr Johannes Preisner und der Sprecher der Oberglogauer in Deutschland, Herr Günter Hauptstock, ein.
Das Treffen begann mit der Heiligen Messe in der Pfarrkirche St. Bartholomäus. Danach fand ein Pfarrfest statt, welches trotz kühler Temperaturen, eine sehr große Zahl von Besuchern angezogen hat.
Der zweite Tag des Treffens war der Geschichte der Stadt gewidmet. Im Schloss der Grafen von Oppersdorff fanden folgenden Vorträge statt:
-Prof. Dr. Ralph M. Wrobel - Die Gründung der Stadt Oberglogau: von der polnischen Kastellanei zur deutschrechtlichen Stadt
-Johannes Preisner – Sebastini in Oberglogau
-Günter Hauptstock – Die Patenschaft Fulda – Oberglogau
-Alexander Devosges-Cuber - 400 Jahre des Oberglogauer Rathauses – Geschichte und Architektur
Eine weitere Attraktion des Tages war die Eröffnung der Ausstellung „Oberglogau auf alten Ansichten“, mit Fotografien (älteste von 1870) aus den Sammlungen von Herrn Günter Hauptstock, Herrn Jaroslaw Kluskiewicz und des Oberglogauer Museums, die man noch bis Oktober 2008 im Schloss besuchen kann.
Zu dem fand eine Präsentation neuester Bücher und Publikationen über Oberglogau statt, von denen vor allem der 3. Band des Werkes von Günter Hauptstock und Johannes Preisner „Geschichte der Stadt Oberglogau“ oder die Broschüre des Direktors des Oberglogauer Museums Alexander Devosges-Cuber „400 Jahre Oberglogauer Rathaus 1608-2008“, erwähnt werden sollen.
Am Samstag fand unter großem Zulauf das „Oberglogauer Frühlingssingen“ statt, an dem zahlreiche Chöre und Gesangsvereine der Region unter Leitung von Herrn Josef Strzala und Frau Ilona Barnert wirkten. Das „Oberglogauer Heimattreffen“ wurde am Sonntag nach der Hl. Messe, mit der Zielsetzung eines erneuten Treffens zu Fronleichnam in zwei Jahren, beendet. (AS)



Jahreshauptversammlung der HKKNOS am 23/24.02.2008

Am 23/24.02.2008 fand die Jahreshauptversammlung der HKKNOS in Northeim statt.
Auf der Tagesordnung standen u. a. die Themen:

  • Heimatreffen 2008 (Northeim, Oberglogau)
  • Forschungsfahrt nach Oppeln und Tschenstochau (März 2009)
  • Studienfahrt 2009: Programmplanung
  • Forschungs- und Publikationsprojekte (Das Urbarium von 1534 [Publikation erschienen!], Kirchengeschichte von Leuber [Paul Dittrich], Das Karolinische Kataster von 1722 [Entzifferung], Quellen- und Literaturverzeichnis Kreis Neustadt, „Heimatbuch“ des Kreises Neustadt).
Es wurden auch die folgenden Vorträge gehalten:
  • „Max Pinkus - zum 150. Geburtstag eines Neustädter Bürgers“, Ekkehard Lindner
  • „Herzog Ladislaus II. von Oppeln und die Gründung des Klosters Wiese-Pauliner bei Oberglogau“, Ralph Wrobel
Durch die Ausstrahlung des Video-Films von C. Reimann „Bädertour von Glatz nach Neisse“ wurde ein Rückblick auf die vergangene Studienreise von August 2007 genommen.



DER KREIS NEUSTADT OS IM ALTEN OPPELNER URBARIUM VON 1534



Nach mehrjähriger intensiver Vorarbeit, ist im November 2007 beim Senftkorn-Verlag, Görlitz das 4. Band der Landeskundlichen Schriftenreihe der HKKNOS erschienen. Es handelt sich um das gemeinschaftliche Werk der Autoren Richard Pohl, Johannes Preisner und Ralph Wrobel mit dem Titel "Der Kreis Neustadt/OS im alten Urbarium von 1534".

Das Buch beinhaltet die Entzifferung und Kommentierung des ältesten bekannten südoberschlesichen (Herrschaften Oberglogau, Neustadt, Zülz, Steinau, Schelitz und Krappitz) Urbariums aus dem Jahre 1534. Dieses Urbarium, welches kurz nach dem Tod des letzten Piastenherzogs, Johann von Oppeln-Ratibor, aufgenommen wurde und bisher noch nirgendwo sonst publiziert wurde, bietet neben zahlreichen Angaben zur Geschichte der betroffenen Orte, vor allem eine nicht enden wollende Reihe von Bürgern und Bauern mit vollem Namen. Zudem enthält das Buch, neben den Literatur- und Quellenangaben, eine Auflistung der Münzen und Maße des frühen 16. Jahrhunderts, ein umfangreiches Sach- und Namens-Glossar, sowie zahlreiche Verweise auf die einschlägigen geschichtlichen Zusammenhänge.

Das Buch kann zum Preis von 17,90 € plus Porto (2,10 € pro Exemplar) bestellt werden bei:

Historische Kommission für den Kreis Neustadt/OS e.V.
c/o Prof. Dr. Ralph M. Wrobel
Martinskloster 13
99084 Erfurt
oder per E-Mail: Ralph.Wrobel@hkknos.de



Jan Dolny- "Mensch des Jahres 2006 des Neustädter Landes"




Jan Dolny beim Vortrag über den Schriftsteller Harry Thürk aus Zülz

Herr Jan Dolny, langjähriges Mitglied der HKKNOS, wurde während einer Feierstunde am 28.September 2007 durch die Stadt Neustadt OS mit dem Preis "Woks-Turm" (benannt nach dem Gründer der Stadt Neustadt, Wok von Rosenberg) ausgezeichnet und zugleich mit dem Titel "Mensch des Jahres 2006 des Neustädter Landes" geehrt.
Anlässlich dieser Feierstunde wurde auch das neue 7. Jahrbuch des Neustädter Landes "Rocznik Ziemia Prudnicka 2007" präsentiert, das u.a. auch Artikel von Mitgliedern der HKKNOS, Herrn Ralph Wrobel und Herrn Andreas Smarzly ("Die Vogtei Oberglogau" / "Geschichte der Mühle in Zellin"), enthält.
Herr Dolny ist, nach der Ernennung von Herrn Günter Hauptstock zum "Ehrenbürger der Stadt und Gemeinde Oberglogau" im vergangenen Jahr, bereits das zweite Mitglied des HKKNOS, welches diese hohe Ehre in seiner schlesichen Heimatstadt erhielt.
Besondere Verdienste hat sich Herr Dolny um die Herausgabe der Neustadt-Chronik von Augustin Weltzel in polnischer Sprache erworben. Ebenso ist sein solziales Engagement für Neustadt hervorzuheben, für das er bereits 2001 zum "Verdienten für Stadt und Kreis Neustadt" ernannt wurde.
Den Geehrten sprechen wir unseren herzlichen Glückwunsch aus ! (AS)



8. Studienfahrt 2007 - Bädertour von Glatz nach Neisse

Von Sonntag, 19.08.2007 bis Sonntag 26.08.2007 fand die 8. Studienfahrt 2007 der HKKNOS nach Schlesien statt. Die Teilnehmer reisten in einem modernen Reisebus der Fa. Osburg. Es fanden 4 Übernachtungen mit Frühstück im Hotel "Nasz Dom" in Bad Altheide und 3 Übernachtungen mit Frühstück im Hotel "Krapkowice" in Krappitz, statt.

Folgende Aktivitäten standen auf dem Programm:
19.08.07, Sonntag: Anreise von Wadersloh bei Bielefeld, Gütersloh, Hannover und Berlin nach Schlesien,
20.08.07, Montag: Von Glatz nach Kamenz („Kleine Karlsbrücke“ in Glatz, Stadtrundgang, Festungsbesichtigung, neugotisches Schloß in Kamenz),
21.08.07, Dienstag: Die Bädertour (Bad Landeck mit Bärentropfsteinhöle, Bad Altheide, Bad Reinerz mit Papiermühle, Bad Kudowa),
22.08.07, Mittwoch: Geistliche Zentren (Albendorf mit Wallfahrtskirche, Kalvarienberg und Krippenmuseum, Zisterzienserkloster Heinrichau),
23.08.07, Donnerstag: Nach Neisse (Patschkau mit mittelalterlichen Wehranlagen, Ottmachau mit Burgberg und Schloß, weiter nach Neisse),
24.08.07, Freitag: Neisse (mit schönem Brunnen, Eichendorff-Grab, bischöfliche Residenz und Museen). Abends Wiedersehensfeier in Neustadt,
25.08.07, Samstag: Freier Tag, wir fahren Sie in den Kreis Neustadt, über Oberglogau nach Zülz und Neustadt,
26.08.07, Sonntag: Rückreise (über Berlin, Hannover, Gütersloh und Wadersloh bei Bielefeld).


Bad Landeck



27. OBERGLOGAUER HEIMATTREFFEN 26./27. Mai 2007 in Fulda

Am Samstag, den 26. Mai und Sonntag, den 27. Mai 2007 fand im Hotel Maritim, in der oberglogauer Patenstadt Fulda, das 27. OBERGLOGAUER HEIMATTREFFEN statt.

Während des Treffens eröffnete die HKKNOS eine Ausstellung und eine Bücherecke im Foyer der Orangerie vor dem großen Festsaal, zum Thema "Oberglogau in alten und neuen Bildern". Außerdem wurde in der Orangerie, von Herrn Günter Hauptstock der zahlreich besuchte Lichtbildvortrag "Rundgang durch die religiösen Stätten der Stadt Oberglogau" gehalten.

Zum Programm gehörten das Pontifikalamt in Dom von Fulda, welches zum ersten Mal der oberglogauer Stadtpfarrer Richard Kinder hielt, der Abendmahlgottesdienst in der Christuskirche, eine Ansprache durch den Oberbürgermeister der Stadt Fulda, Herrn Gerhard Möller, eine Gedenkminute und Kranzniederlegung beim Ehrenmal am Domplatz/Michaelsberg, wie auch die Weiterarbeit an der oberglogauer Heimatkartei.

Das offizielle Oberglogau repräsentierten die Herren Stadträte Josef Kunert und Joachim Janik, der Scholz von Hinterdorf und stellvertr. Vorsitzender der Deutschen Minderheit in Oberglogau, Herr Bernhard Gnilka und der oberglogauer Stadtpfarrer Richard Kinder.

Aber vor allem dem gemeinsamen Wiedersehen alter Freunde und Bekannter und der Begrüßung „neuer Oberglogauer“ oder Erstteilnehmer, die ihr Interesse an ihrer Heimatstadt bzw. an der Heimat ihrer Vorfahren oder an Schlesien im allgemeinen eben erst entdeckt haben, wurde anlässlich des Treffens genügend Zeit einberäumt, wie z.B. beim gemütlichen Begegnungsabend mit Unterhaltung und Tanz mit der Gruppe „Königreich-Echo“.





Jahreshauptversammlung der HKKNOS 2006

Am Wochenende 11/12. November 2006 fand in Northeim die jährliche Jahreshauptversammlung der Historischen Kommission für den Kreis Neustadt/OS e.V. statt.
Die anwesenden Mitglieder konnten sich zunächst persönlich und durch Ausführungen von Herrn Stadtdirektor a. d. Werner Hesse davon überzeugen, dass die nach dem Brand vom Dezember 2005 im Sankt-Blasien-Komplex komplett renovierten Räume der „Neustädter Heimatstube“ mit einer modernen Feueralarmanlage versehen und vor allem wieder fachgerecht hergerichtet wurden, sodass die Ausstellungsstücke, Bücher und das Inventar der Kommission sich wieder am gewohntem Platz befinden kann.
Die hohe Zahl der angereisten Mitglieder wurde zum Anlass genommen, die Tagung kurzfristig in die geräumigeren Konferenzräume des Restaurants "Graf Otto" zu verlegen. Der Begrüßung der Teilnehmer, der Feststellung der Beschlussfähigkeit und dem Bericht des Ersten Vorsitzenden Herrn Prof. Dr. Ralph Wrobel folgte der Kassenbericht des Schatzmeisters Herrn Werner Matulla, der Bericht des Sprechers der Oberglogauer Herrn Günter Hauptstock, der Bericht des Neustadt-Beauftragten Herrn Jan Dolny und die Präsentation der Zugriffstatistiken auf die Internetseite der Historischen Kommission (www.hkknos.de) durch den Zweiten Vorsitzenden und Webmaster Herrn Andreas Smarzly.
Unter den behandelten Tagesordnungspunkten ist der Beschluss der Studienfahrt 2007 - Bädertour von Glatz nach Neisse und die Vorplanungen zur Studienfahrt 2009 - Schlesien zwischen Schloten und Oder-, hervorzuheben.
Ebenso intensiv befasste man sich mit den aktuellen Forschungs- Publikations- und Arbeitsprojekten: „Das Urbarium von 1534“ (ist im Druck, Publikation noch vor Pfingsten 2007), „Das Karolinische Kataster von 1722 (beinahe alle Dörfer befinden sich z. Zt. in der Entzifferung durch zehn freiwillige Mitarbeiter am Projekt) und „Digitalisierung der Neustädter Heimatbriefe“ (Anfrageverfahren/Feststellung der Digitalisierungskosten läuft).
An beiden Tagen wurden auch wieder vier Vorträge gehalten, die ein großes Interesse unter den Teilnehmer erweckten: „Die Geschichte der Johanniter-Kommende Alt-Zülz im Kreis Neustadt“ (Prof. Dr. Ralph Wrobel), „Das Heilige Grab in Oberglogau – ein historischer Streifzug“ (Johannes Preisner), „Meine zweisprachige Kind- und Jugendzeit in Oberglogau“ (Günter Hauptstock) und „Auf den Spuren von Harry Thürk in Neustadt/OS“ (Jan Dolny).
Das nächste Treffen Mitglieder der Historischen Kommission für den Kreis Neustadt/OS e.V. findet zum Pfingsten 2007, anlässlich des Oberglogauer Treffens in Fulda, statt.
(AS)




Collage "Tagung des HKKNOS 11/12.11.2006 in Northeim"




Günter Hauptstock - Ehrenbürger von Oberglogau

In einer fererlichen Sitzung am 26. Juni 2006, verlieh der Stadtrat der Stadt Oberglogau unserem Mitglied, Herrn Günter Hauptstock, sowie vier weiteren um das Oberglogauer Land verdieneten Persönlichkeiten, den Titel des "Ehrenbürgers der Stadt und Gemeinde Oberglogau". Herr Hauptstock erhielt die Ehrenbürgerschaft auf Antrag des Regionalmuseums von Oberglogau. In der Begründung seiner Wahl wurden u.a. seine vielzähligen Verdienste um die Erforschung und Bekanntmachung der Geschichte der Stadt Oberglogau genannt, sowie seine aktive Zusammenarbeit mit den in der Gemeinde Oberglogau tätigen kulturellen Organisationen, hervorgehoben. Ebenfalls wurde die Initiative von Herrn Hauptstock bei der Restaurierung des sog. Beethoven-Flügels in den Jahren 2003/04 gewürdigt.
Unter den weiteren geehrten Persönlichkeiten befinden sich die Herren Waldemar Filipowsky, Tadeusz Soroczynski, Ludwig Merckle und kein geringerer als der größte Schlesier unserer Zeit, der aus Broschütz stammende Erzbischof von Oppeln, Alfons Nossol.
Am gleichen Tag wurden auch drei Titel und Urkunden "Verdienter um die Stadt und Gemeidne Oberglogau" verliehen. Das sog. "Bronzene Wappen von Oberglogau" erhielt die Direktorin des Regionalmuseums von Oberglogau, Frau Barbara Grzegorczyk. Das "Silberne Wappen" erhielt Herr Boleslaw Osadkowski und das "Goldene Wappen von Oberglogau" erhielt der ehemalige Küster der kath. Pfarrei St. Bartholomäus in Oberglogau, Herr Josef Matysek, Träger der ihm vom Papst Johannes Paul II. verliehenen Medalie "pro Ecclesia et Pontifice".
(AS)


Oberglogauer Ehrenbürger und Verdiente (3.v.l. stehend Günter Hauptstock / 2.v.l. sitzend Erzbischof Nossol)



Schloß in Wiese (gräflich) hat einen neuen Besitzer



Nachdem es der Gemeinde Oberglogau bereits im Oktober 2005 gelang das Schloß der Familie von Oppersdorff erfolgreich zu verkaufen, ging im Oktober 2006 nun auch das ebenfalls seit Jahren verfallende Schloß der Familie von Choltitz in Wiese gräflich, anlässlich einer Verteigerung, an einen polnischen Geschäftsmann über. Der aus Zakopane stammende Przemyslaw Krokowski erwarb das zu 65 % verfallene, dreitausend Quadratmeter große Schloß mit 53 Räumen und einem 2,5 Hektar großem Anwesen, für 250 tausend Zloty. Er versprach, das Schloß, das ehemals dem Landrat des Kreises Neustadt Hermann von Choltitz (1907-1922) gehörte, zu restaurieren, hier ein Hotel- und Konferenzzentrum einzurichten und dem Anwesen den alten Glanz wieder zu geben. Bleibt dem Erwerber ein glückliches Händchen zu wünschen, damit dieser Schatz der oberschlesichen Baugeschichte nicht vollends untergeht.
(AS)



Neue Publikationen



Zu den neuesten Publikationen der Mitglieder der HKKNOS zählen die Werke:

  • Beiträge zur Geschichte der Stadt Oberglogau, Band III, Unna 2006 von Herrn Günter Hauptstock
sowie
  • Geschichte der Stadt Oberglogau, Band I -Von der Stadtgründung bis zum Brand von 1582-, Menden 2005, verfasst von den Autoren Johannes Preisner und Günter Hauptstock.

Beide Bücher können angefordert werden unter: Ralph.Wrobel@hkknos.de






Bericht zur Jahreshauptversammlung der HKKNOS




Teilnehmer der Versammlung


Am Samstag 28. und Sonntag 29. Januar 2006 fand in Northeim die Jahreshauptversammlung der Historischen Kommission für den Kreis Neustadt/OS e.V. statt.
Das Thema welches das Interesse der Mitglieder beim Eintreffen am dringendsten beherrschte war der Brand im St. Blasius-Komplex, der zwischen Weihnachten und Silvester in einer Nachbarwohnung der Heimatstube ausbrach und auch die Heimatstube erfasste. Wie jedoch unser Mitglied und Mann vor Ort Herr Stadtdirektor a. d. Werner Hesse allen Anwesenden berichten konnte, hatte das Feuer durch schnelles Einrücken der Feuerwehr glücklicherweise keine größeren Schäden an den Ausstellungsstücken und dem Inventar angerichtet. Lediglich ein Bild wurde durch Rauchentwicklung beschädigt, das jedoch voraussichtlich wiederhergestellt werden kann. Größerer Schaden an einer Mauer und an der Decke, der beim Einsatz der Feuerwehr entstand, wird bereits durch eine beauftragte Firma fachgerecht beseitigt, auch eine Komplettrenovierung der Heimatstube ist derzeit im vollen Gange, wie Herr Hesse den Anwesenden bei einer Führung durch die Heimatstube demonstrieren konnte.
Daraufhin wurde im Konferenzraum des Restaurants "Graf Otto" die Versammlung abgehalten. Bei der offiziellen Begrüßung der Teilnehmer konnte der Vorsitzende Prof. Dr. Wrobel zunächst fünf neue Mitglieder der Kommission; Frau Brigitte Wieczorek, Herrn Dr. Günter Clausen, Herrn Reinhard Koperlik, Herrn Ph.D. Associate Professor Michael Hortsch und Herrn Michael Osieka den Versammelten vorstellen und die drei erstgenannten in Northeim auch begrüßen.
Nach der Prüfung des Kassenberichts und dem Bericht zur Entwicklung der Internetseite der HKKNOS (Zugriffsstatistiken / Bekanntmachung der HKKNOS im Internet und dadurch entstandene neue Kontakte bzw. neu eingetretene Mitglieder etc.) wurde ausführlich über die derzeitigen Projekte der Kommission, sowie über Projekte der einzelnen Mitglieder gesprochen. Der Vorsitzende konnte dabei über das rege Interesse an dem, im Mai 2005 erschienenen 3. Band der Landeskundlichen Schriftenreihe „Der Wassermann an der Hotzenplotz -Sage und Brauch im Oberglogauer Land-„ berichten. Es wurden auch die letzten Abstimmungen bezüglich des bald in Druck gehenden 4. Bandes der Landeskundlichen Schriftenreihe „Das Urbarium 1534“ getroffen.
Weiterhin debattierten die Mitglieder auch über die zukünftigen Studienfahrten, wobei bereits jetzt der Termin “Mitte September 2007” für die nächste Studienfahrt ins Auge gefasst wurde. Weiteres Thema war die nächste Jahreshauptversammlung am 11. und 12. November 2006, welche nach Abstimmung der anwesenden Mitglieder voraussichtlich ausnahmsweise im Haus Schlesien in Ratingen statt finden soll.
Es wurde auch mit großer Mehrheit das nächste große Projekt der HKKNOS beschlossen, nämlich zunächst die Entzifferung und später Publizierung der handgeschriebenen Karolinischen Kataster von 1722-25 (zwei Bände mit den Dörfern des ehemaligen Kreises Oberglogau). Ein Großteil der Kataster für die einzelnen Dörfer konnte bereits an über ein halbes Dutzend Mitglieder verteilt werden, die nun mit der Entzifferung der Schriften beginnen.
An beiden Tagen wurden auch mehrere Vorträge gehalten. Während am Samstag Herr Smarzly den Vo-trag “Die Familie Janocha – Beispiel einer oberschlesischen Familienchronik“ und Herr Prof. Dr. Wrobel “Ansichten und Karten aus dem Kreis Neustadt – unser Archivbestand“ hielten, wurden die Zuhörer am Sonntag von Herrn Hauptstock mit dem Vortrag „(Un-) Bekannte Oberglogauer Künstler“ und von Herrn Preisner mit dem Vortrag „Die Geschichte der Oberglogauer Pfarrkirche“ im Bann gehalten.
Mit der Aussicht auf ein baldiges Wiedersehen der Mitglieder beim nächsten Treffen am 04.-05.06.2006, anlässlich des Pfingsttreffens der Bundesheimatgruppe Neustadt in Northeim, verabschiedeten sich die Teilnehmer aus Northeim.
(AS)



Herr Stadtdirektor a.D. Werner Hesse zeigt den Teilnehmern der Versammlung die zur Zeit renovierte Heimatstube




Johannes Preisner hält Vortrag über die Geschichte der Pfarrkirche von Oberglogau






Der Wassermann an der Hotzenplotz





DIE LANDESKUNDLICHE SCHRIFTENREIHE BAND 3
DER HISTORISCHEN KOMMISSION FÜR DEN KREIS NEUSTADT/OS IST ERSCHIENEN !

Ralph Michael Wrobel
Der Wassermann an der Hotzenplotz -Sage und Brauch im Oberglogauer Land-


Das Buch dokumentiert umfassend Sagen und Brauchtum aus der Stadt Oberglogau, ihrem dörflichen Umland und den benachbarten Städten Zülz und Krappitz. Es enthält fast 400 Anekdoten, Sagen, Legenden, Lieder, Gedichte, Tänze und Bräuche auf 481 Seiten mit über 100 Abbildungen.

Aus dem Inhalt:
I. Kulturgeschichte des Oberglogauer Landes
II. Geschichte und Geschichten
1. Sagen geschichtlicher Art (u.a. Siedlungs-, Gebäude- und Flursagen,
2. Historische Erzählungen (Humoresken, Tragödien und Katastrophen, Räubergeschichten)
III. Mythische Sagen, Märchen und Legenden
1. Wunder und Legenden
2. Spuk, Gespenster und unheimliche Begebenheiten
3. Arme Seelen
4. Irrlichter und Feuermänner
5. Elben und Dämonen
6. Der Wassermann (u.a. Heimat und Familie des Wassermannes, Untaten des Wassermannes)
7. Der Teufel
8. Hexen, Vampire und Zauberer
9. Die Unterwelt
IV. Volksdichtung (u.a. geistliche und weltliche Lieder, Gedichte und Verse)
V. Volkstänze (Noten und Tanzbeschreibungen)
VI. Brauchtum
1. Brauchtum im Verlauf der Jahreszeiten (Frühjahrs- und Osterbräuche, Sommer- und Erntebräuche, Bräuche und Feste der kalten Jahreszeit)
2. Kirchliche Feste, Bräuche und Institutionen
3. Familiäres Brauchtum und Feste

Es kann für nur € 19,90 (+ Porto und Verpackung) bei der Historischen Kommission f.d. Kreis Neustadt/OS, per Adr. Ralph Wrobel, Am Stadtpark 41, 99096 Erfurt oder per e-mail unter Ralph.Wrobel@hkknos.de bestellt werden.





Jahreshauptversammlung der HKKNOS


Am Samstag 28. und Sonntag 29. Januar 2006 findet in Northeim die nächste Jahreshauptversammlung der Historischen Kommission für den Kreis Neustadt/OS e.V. statt.

Alle Mitglieder, aber auch sonstige Interessierte, sind zur Teilnahme in der Neustädter Heimatstube (St. Blasien Komplex) und im Konferenzraum des Restaurants "Graf Otto" herzlich eingeladen !

Anlässlich der Tagung sollen u.a. die Zukunft der Studienfahrten aber auch die derzeitigen Forschungs- und Publikationsprojekte (Der Wassermann an der Hotzenplotz, Das Urbarium von 1534, Das Karolinische Kataster von 1722) thematisiert werden. Es sollen auch Vorträge über die Beispiele zur Erstellung einer Familienchronik, über Ansichten und Karten aus dem Kreis Neustadt, über (Un-)Bekannte Oberglogauer Künstler und auch über die Geschichte der Oberglogauer Pfarrkirche gehalten werden.

Günstige Übernachtungsmöglichkeit wird wieder von der nahegelegenen Jugendherberge in Northeim angeboten (für Reservierungen bitte E-Mail an Ralph.Wrobel@hkknos.de)





Schloss der Oppersdorffer verkauft





Das seit Jahrzehnten langsam verfallende Schloss der Reichsgrafen von Oppersdorff in Oberglogau wurde im Oktober 2005, im dritten Anlauf verkauft. Die Stadt Oberglogau, die im Jahre 1992 das Gebäude von der Wojewodschaft übernahm, versteigerte das Anwesen mit einer Raumfläche von 52.000 m³ und einer Fläche von 5.580 m² für 160.000 Zloty (ca. 40.000 Euro) an den polnischen Geschäftsmann Robert Majcherowski, der bereits in der Region Tschenstochau ein Schloss besitzt.
Im nächstem Jahrzehnt soll zunächst die Schlosskapelle, der gotische Raum und die Aussichtsterrasse renoviert werden und im Innern ein gastronomischer Komplex mit Hotel- und Konferenzräumen, Erholungangeboten, einer Kunstgalerie, einem Antiquariat, einem Auktionshaus sowie gesundheitlichen Dienstleistungen und Geschäften entstehen. Der neue Besitzer verpflichtete sich zudem den historischen und künstlerischen Charakter des Bauwerks, sowie das im Schloss befindliche Regionalmuseum und die jährlichen Beethoven-Festivals zu erhalten.
(AS)





7. Studienfahrt nach Schlesien


VOM 14. BIS 21. AUGUST 2005 FAND DIE 7. STUDIENFAHRT
DER HKKNOS NACH SCHLESIEN STATT


PROGRAMM DER 7. STUDIENFAHRT WAR
SILBERNES BAND ODER: KLÖSTER UND SCHLÖSSER IN NIEDER- UND OBERSCHLESIEN

Sonntag, 14.8.2005 „Unterwegs zur Oder – die Anreise“
Anreise mit dem bequemen Fernreisebus nach Breslau:
Abfahrtsstellen: Beckum, Wadersloh, Gütersloh, Bielefeld, Herford, Hannover und Magdeburg (weitere Abfahrtsstellen auf Anfrage).
Besuch des Klosters Wahlstatt bei Liegnitz, Weiterfahrt nach Breslau (Hotel Tumski), Zimmerverteilung. Möglichkeit zum gemeinsamen Abendessen.

Montag, 15.8.2005 „Die Oder hinab: Kloster Leubus“
Fahrt zum Kloster Leubus: Besichtigung der Klosteranlage inklusive der dortigen Ausstellungen (z.B. Oder-Ausstellung des Hauses Schlesien etc.). Weiterfahrt zur Wasserburg Wohnwitz, der einzigen gotischen Wasserburg Europas (14. Jahrhundert), umgeben von Wasser und weitläufiger sowie gepflegter Gartenanlage. Rückfahrt nach Breslau, Freizeit

Dienstag, 16.8.2005 „Breslau – Stadt an der Oder“
Stadtführung durch Breslau: Dominsel mit Herzogsburg, Dom und Bischofspalast, Universität mit Aula Leopoldina (Besichtigung), Ring und Rathaus (Besichtigung des Historischen Museums).Anschließend Freizeit.

Mittwoch, 17.8.2005 "Rechts der Oder: Oels und Trebnitz“
Fahrt nach Oels, kurze Besichtigung des Renaissanceschlosses und der Schlosskirche, Stadtrundgang (u.a. Rathaus, Ring etc.). Besichtigung des Klosters Trebnitz (Heilige Hedwig!), insbesondere der Klosterkirche und der Hedwigskapelle.

Donnerstag, 18.8.2005 „Die Oder hinauf: nach Oberschlesien“
Wir verlassen unser Hotel in Breslau, Weiterfahrt nach Brieg, unterwegs kurzer Halt in Mollwitz zur Besichtigung der Dorfkirche (spätgotische Wandmalereien!). Weiter nach Brieg:
Besichtigung des Renaissance-Schlosses, der gotischen Schlosskirche und eventuell des Piastenmuseums (Schließung des Museums aus finanzieller Not im Gespräch!). Anschließend Freizeit. Weiterfahrt über Krappitz und Oberglogau nach Leobschütz. Zimmerbezug im Hotel DOMINO in Leobschütz, anschließend kleiner gemeinsamer Stadtrundgang.

Freitag, 19. 8.2005 „Ausflug an die Weichsel: Pleß und Rauden“
Ausflug nach Pleß, Zwischenhalt in Ratibor zur Besichtigung der Schloßkapelle (Ende 13. Jahrhundert). Besuch des Plesser Schlosses und des Schloßparkes; Besichtigung des Kulturgeschichtlichen Museums (Originalmöbel und –gemälde). Freizeit in Pleß, Rückfahrt nach Leobschütz, unterwegs Zwischenstop am ehemaligen Zisterzienserkloster Rauden, der ältesten Abtei Oberschlesiens, Besichtigung der Klosterkirche (Konvent teilweise Ruine!). Anschließend Freizeit, Möglichkeit zum gemeinsamen Abendessen.

Sonnabend, 20.8.2005 "Links der Oder: der Kreis Neustadt“
Busfahrt über Oberglogau, Zülz nach Neustadt. Freizeit. Aufnahme der Reiseteilnehmer (nach Absprache), Fahrt nach Neustadt. Treffen mit unseren Freunden vom DFK und den Gemeindevertretern aus dem ehem. Kreis Neustadt.

Sonntag, 21.8.2005 Rückreise nach Deutschland
Frühstück im Hotel (oder Lunchpaket!). Rückreise nach Deutschland







Heimattreffen der Oberglogauer in Fulda





Anlässlich des 26. Heimattreffens der Oberglogauer am 14. und 15. Mai 2005 in Fulda, stellte die Historische Kommission für den Kreis Neustadt/OS e.V. eine Ausstellung und eine Bücherecke im Foyer der Orangerie, zum Thema „26. Heimattreffen: Stadtansichten in Wort und Bild“ vor. Der Vorsitzender der HKKNOS, Prof. Dr. Ralph Wrobel, präsentierte zudem den eben erschienenen dritten Band der landeskundlichen Schriftenreihe der Historischen Kommission für den Kreis Neustadt/OS e.V. „Der Wassermann an der Hotzenplotz - Sage und Brauch im Oberglogauer Land- “.
Während des Treffens, zu dem der Sprecher der Oberglogauer und Mitglied der HKKNOS, Herr Günter Hauptstock, neben den rund 200 Besuchern u.a. den Oberbürgermeister von Fulda, Herrn Gerhard Möller, den Bürgermeister von Fulda, Herrn Dr. Wolfgang Dippel, sowie eine Delegation aus Oberglogau (Vertreter der oberglogauer Stadtverwaltung sowie Lokalpresse) begrüßen konnte, präsentierten die Mitglieder der HKKNOS drei Diavorträge, die von den Besuchern des Treffens mit großem Interesse verfolgt wurden.
Bereits am Samstag hielt Herr Johannes Preisner im Roten Saal der Orangerie seinen Vortrag „Oberglogau nach dem großen Brand von 1582“. Am Tag darauf referierten vor begeistertem Publikum, unter dem sich auch Mitglieder der früheren Majoratsherren von Oberglogau, der Familie von Oppersdorff-Solms-Braunfels einfanden, Herr Prof. Dr. Ralph Wrobel zu Thema „Längs der Hotzenplotz“ und Herr Günter Hauptstock zum Thema „Bilder der Stadt“.
Foto: v. l. n. r.: Vors. d. HKKNOS, Prof. Dr. Ralph Wrobel, Hans Georg von Oppersdorff mit Ehefrau Marie Gabrielle und Kindern Anna Katharina, Georg Emanuel und Lukas Alexander, sowie der Sprecher der Oberglogauer, Herr Günter Hauptstock und der Oberbürgermeister der Stadt Fulda, Herr Gerhard Möller.








Aktuelle Veröffentlichungen der Mitglieder der HKKNOS





Im letzten Jahr erschienen mehrere Publikationen unserer Mitglieder, die Interessierte ab sofort hier (unter Kontakt) bestellen können.
Unser fleißiger Johannes Preisner veröffentlichte in den letzten Monaten gleich drei Werke:
- "Kujauer Brüderschaft St. Barbara - Bractwo sw. Barbary w Kujawach"
- "Friedersdorf, Kreis Neustadt OS" und
- "Deutsch Rasselwitz - Die Entwicklung eines deutschsprachigen Dorfes im Kreis Neustadt OS von seinen Anfängen bis zur Vertreibung".
Zurzeit arbeitet Johannes Preisner an der Geschichte der Gemeinde Kujau-Zellin. In einem gemeinsamen Projekt mit Herrn Günter Hauptstock und Herrn Prof. Dr. Michael Wrobel arbeitet Herr Preisner ebenfalls an der ersten großen Neubearbeitung der "Geschichte der Stadt Oberglogau" seit Bürgermeister Schnurpfeils Werk von 1860.
Herr Günter Hauptstock brachte Ende des letzten Jahres das Buch
- "Beiträge zur Geschichte der Stadt Oberglogau II" heraus, welches sogar in Polen einen reißenden Absatz gefunden hat.
Das neueste Mitglied der HKKNOS, Dr. Michael Hortsch aus Michigan (USA) bearbeitete kürzlich mit seinem Vater, Herrn Hellmuth Hortsch, das
- "Urbarium für das zur Herrschaft Zültz gehörige Guth Ottok von 1797" und versah es mit fundierten Kommentaren und Vermerken. Diese hochwertige Arbeit kann beim Dr. Hortsch (hortsch@umich.edu) ebenso bestellt werden, wie seine kürzlich vollendete Verkartung der Kirchenbücher von Ellguth / Zülz (mit den dazugehörigen Ortschaften Ellguth, Radstein, Ernestinenberg und Ottok).





Mitgliederversammung


Am 06. und 07.11.2004 fand in der Neustädter Heimatstube in Northeim die jährliche Hauptversammlung der Mitglieder der Historischen Kommission statt. Während des zweitägigen Treffens, an dem knapp 20 Mitglieder teilnehmen konnten, wurden u. a. der Kassenbericht geprüft und Beschlüsse zur Unterstützung privater Forschungsprojekte, sowie zur weiteren Arbeit der Kommission gefasst. Es wurden die Termine für die Studienfahrt 2005 festgelegt und das Programm gestaltet, sowie die neue Internetseite der Historischen Kommission für den Kreis Neustadt/OS vorgestellt. Weiterhin wurde über die kurz vor der Fertigstellung stehenden Projekte

  • Landeskundliche Schriftenreihe, Band 3 "Oberschlesien im Urbar des Jahres 1534: Oberglogau, Neustadt, Zülz, Steinau, Schelitz und Krappitz" und
  • Landeskundlichen Schriftenreihe, Band 4 "Der Wassermann an der Hotzenplotz: Sage und Brauch an der oberschlesischen Sprachgrenze" berichtet.
Im Konferenzraum des Restaurants "Graf Otto" wurden anschließend die folgenden Vorträge gehalten:
  • Die Literatur-Bestände der Breslauer Universitätsbibliothek (Rosemarie und Werner Matula)
  • Das Karolinische Kataster von 1722 - ein neues Forschungsprojekt (Prof. Ralph Wrobel) und
  • Grundbücher und Grundbuchakten im Oppelner Staatsarchiv (Andreas Smarzly).
In einer gemütlichen Runde wurde schließlich u. a. über derzeitige politische Lage in Oberschlesien, über die ergebnisreichen privaten Forschungsprojekte der Mitglieder, als auch über sie schlesische Geschichtsforschung in Polen diskutiert.
(AS)



Versammlung in der Neustädter Heimatstube am 06. und 07.11.2004






Archivtour mit der Historischen Kommission für den Kreis Neustadt/OS e.V.


Vom 09.05. bis zum 16.05.2004 unternahmen die Mitglieder der Historischen Kommission, Frau Rosemarie Matulla-Jablonka, Herr Werner Matulla, Herr Johannes Preisner, Herr Günter Hauptstock mit Ehefrau, Herr Ralph M. Wrobel und Herr Andreas Smarzly eine einwöchige Forschungsfahrt nach Schlesien.

Das Ziel dieser Reise war es, unseren Kreis betreffende, in den schlesischen Archiven vorliegende historische Materialien zu finden und für das Archiv der Historischen Kommission kopieren zu lassen, mit dem Zweck einer späteren gründlichen Erforschung und Bearbeitung der Schriften.

Es wurden die Staatlichen Archive in Breslau und Oppeln sowie das Diözesanarchiv Breslau, die Universitätsbibliothek und das Schlesisch-Lausitz’sches Kabinett in Breslau, die Universitätsbibliothek Breslau, und das Archiv-Magazin des Staatsarchivs Oppeln im Stadtteil Groschowitz aufgesucht und mehrere tausend Seiten historischer Dokumente zum kopieren in Auftrag gegeben.

Am letzten Tag nahmen die Mitglieder der Historischen Kommission in Oberglogau an einer Konferenz zum Thema „Oberglogau im Zweiten Weltkrieg und in den ersten Nachkriegsjahren“ teil. Neben Referaten mehrerer polnischer Wissenschaftler aus dem Schlesischen Institut in Oppeln, der Universität Oppeln, sowie einiger Regionalhistoriker, hielten auch die Mitglieder der Historischen Kommission, Herr Hauptstock und Herr Wrobel zwei vielbeachtete Vorträge über die Zerstörungen der Stadt während des Krieges, sowie über die Entwicklung der schlesischen Ortsnamen.
(AS)



Die TeilnehmerInnen vor dem Schloss in Oberglogau




Vortrag Günter Hauptstock




Vortrag Prof. Ralph Wrobel






Gedenktafel


Die Stadtverwaltung von Neustadt/OS wurde im April 2004 durch den Generalkonservator für Baudenkmäler mit einer Gedenktafel für das im Oppelner Schlesien am besten erhaltene Baudenkmal, das Neustädter Rathaus, ausgezeichnet.

Mit der Gedenktafel erhielt der Stadtvorstand ein Diplom für „die komplexe Renovierung des Rathauses, welche den einstigen Glanz wiederherstellte sowie für die Aufwertung des urban-architektonischen Raumes auf dem Ringe von Neustadt“.

Die Auszeichnung wurde also nicht nur für eine Verschönerung des Rathauses vergeben, sondern erkennt vielmehr die Erhaltung des historischen Charakters des Gebäudes an.

(Nowa Trybuna Opolska 27.04.2004)

(AS)





John Kerry


Großes Aufsehen erregte im Frühjahr 2004 in Schlesien und über dessen Grenzen hinaus die Nachricht über die Herkunft des aussichtsreichen US-Präsidentschaftskandidaten John Kerry.

Nach Recherchen von Mitgliedern der Historischen Kommission des Kreises Neustadt/OS und Angaben in regionaler sowie überregionaler Presse in Polen, Tschechien und Deutschland stammt ein großer Teil der Vorfahren von John Kerry aus dem Kreis Neustadt OS, vor allem aus den Städten Oberglogau und Zülz.

(Welt am Sonntag 22.02.2004 / Nowa Trybuna Opolska 19.03.2004 / Neustädter Heimatbrief April 2004)
(AS)





Mariensäule aufgestellt


Am 30.10.2003 wurde auf dem Ring in Oberglogau feierlich die historische Mariensäule aus dem 17. Jahrhundert wiederaufgestellt. Die Säule zählt zu den ältesten ihrer Art in Schlesien und war 1936 nach über 250 Jahren, aus verkehrstechnischten Gründen vom Ring entfernt worden.

(Zycie Glogowka 15.11.2003)
(AS)








 
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Letzte Aktualisierung: 26.10.2009